Hinfallen, Aufstehen, Hinfallen, Aufstehen

Ich hatte gemerkt, dass es mir nichts brachte betrübt und genervt durch meinen Tag bzw. generell durch's Leben zu gehen. Ich wachte zwar mit einem flauen Gefühl in der Magengegend auf, jedoch merkte ich in der Schule, dass es mir nicht schlecht ging. Natürlich lief nicht alles optimal und ich war mir des Weiteren der Tatsache bewusst, dass die Sache mit meiner Mutter noch nicht gegessen war, aber das war mir egal. Ich wollte nicht deprimiert durch den Tag gehen. Also gab ich mir selber einen Ruck und siehe da; es funktionierte. Natürlich erlitt ich heute auch in der Schule Rückschläge, aber mir war klar, dass diese zum Leben dazu gehörten. Ich hatte das Gefühl, verstanden zu haben wie das Leben funktioniert. Anscheinend musste ich bis ganz nach unten fallen, um zu merken wie gut es mir ging. Diese Erkenntnis brachte mir auch prompt neue Motivation; Ich war aufmerksam in der Schule, nett(er) zu meinen Mitmenschen und entspannter. Ich sah auf einmal alles nicht mehr so eng. Wenn ich etwas vergaß (was "wichtig" war), dann vergaß ich es halt. Fehler sind menschlich. Das ist es, was uns aus macht. Und ich konnte nicht immer alles perfekt vorbereiten, obwohl ich das immer wollte. Man sollte das Leben nicht immer so ernst sehen. Und genau das tat ich auch.

29.10.14 21:27, kommentieren

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Karma's a bitch, right?

Ich hätte wissen sollen, dass es in meinem Leben keine "guten" Tage gab. Es gab nur "Vorbereitungen" auf noch schlimmere Tage (noch schlimmer, als die gewöhnlichen). Praktisch die Ruhe vor dem Sturm. Dabei fing der Tag so gut an. Auch wenn ich merkte, dass das Schicksal versuchte mir immer wieder ein Bein zu stellen, ging ich gut gelaunt durch den Tag bzw. Morgen. Physik regte mich jedoch ein WENIG auf. Grund dafür war dieser überperfekte Mitschüler, der meine ganzen Antworten reinrief. An sich würde mich das nicht aufregen, da die Lehrer eigentlich wissen sollte, dass es meine Antworten waren. So aber nicht meine Physiklehrer, der meinen Sitznachbar in den höchsten Tönen lobte. Diese zwei Stunden wären verkraftbar gewesen, aber dass mir meine Mutter unterstellte, ich würde sie beklauen gab mir den Rest (die vielen einzelnen Schläge in die Magengrube, die über den Tag verteilt waren, lasse ich jetzt einfach mal aus, da ich schreibfaul bin.). Ich weiß nicht was ich tun soll. Sollte ich ihr das Geld "zurück" zahlen? Ich hatte es ja noch nicht einmal tatsächlich genommen und die Tatsache, dass sie mich verdächtigte machte meine Entscheidung nicht einfacher. Und dass meine Schwester es genommen hätte, schien natürlich völlig abwegig und surreal. Wie auch sonst. Das Leben ist keine Abfolge von Veränderungen, sondern eine Aneinanderkettung von Scheiße mit der man fertig werden muss, um seinen Charakter zu festigen. Was, nebenbei bemerkt, sinnlos ist, da die Gesellschaft individuelle Charaktere und Charakterzüge nicht duldete, sondern sie einfach im Keim erstickte. Ich glaube, das beschreibt ganz gut meine Auffassung von Leben und der Schaffung einer Persönlichkeit. Das ganze wäre sogar tragbar gewesen, wenn ich jemanden gehabt hätte, bei dem ich mich ausheulen könnte. Hatte ich aber leider nicht. Meine beste Freundin wäre mir mit "Selber Schuld." gekommen und meine anderen "Freunde" hätten mich vermutlich ausgelacht oder es weitererzählt. Danke, aber nein, danke. Darauf verzichte ich gerne. Naja und so kam es, dass ich mich in meinem Blog ausheulte, welcher vermutlich ohnehin von niemandem gelesen wurde, aber das war auch eigentlich ganz gut so. Die Frage die mich jedoch beschäftigt ist, ob ich diesen Tag verdient hatte. Was hatte ich getan und so etwas zurück zu bekommen. Ich glaubte zugegebenermaßen ein wenig an Karma. Daher erschien mir das alles noch unbegreiflicher. Oder war das ein Zeichen? DAS Zeichen auf das ich wartete, um zu wissen, was ich ändern musste?

28.10.14 20:53, kommentieren